ARD Legenden - heute 21.00Uhr!
Das Portrait des größten Tenors aller Zeiten in der ARD Reihe
Heute vor drei Jahren starb einer der größten Tenöre aller Zeiten; Luciano Pavarotti. Im Oktober wäre der Maestro 75 Jahre alt geworden und vor zwanzig Jahren fand die Premiere der "3Tenöre" statt.
Drei Ereignisse, aus deren Anlass sich viele enge Weggefährten, Familienangehörige und Freunde des Maestro bereit erklärt haben, bei dieser Dokumentation mitzumachen, darunter die erste Ehefrau Adua Veroni, seine langjährige Sekretärin und Geliebte Judy Kovacs, die Jugendfreundin und Operndiva Mirella Freni, der Dirigent und Freund Leone Magiera, sein persönlicher Assistent Edwin Tinoco, sein langjähriger Manager Herbert Breslin, sein Promoter Felix Scheuerpflug, der Tenor und Freund Jose Carreras und viele andere. Entstanden ist so ein facettenreiches, eindrucksvolles, intimes Portrait mit exklusiven, noch nie gesehenen privaten Aufnahmen des legendären Sängers und leidenschaftlichem Genussmenschen Luciano Pavarotti.
Kein Tenor der vergangenen Jahrzehnte war populärer, keiner hatte mehr Glamour, keiner war erfolgreicher. Und keiner sorgte für mehr Skandalschlagzeilen als der King of the High C, der in seinen besten Jahren mühelos das Hohe C sang. Er habe eine Stimme, schwärmte Herbert von Karajan, die es alle 100 Jahre nur einmal gibt. Dem Zauber dieser Stimme, aber auch seinem Charme und seiner Persönlichkeit erlagen Millionen Menschen weltweit, darunter viele, die sich nie zuvor für Opernmusik begeistert hatten. 250 000 Fans kamen bei strömendem Regen zu seinem Open Air Konzert im Londoner Hyde Park, 500 000 Zuschauer versammelten sich im Central Park in New York und über eine Milliarde Menschen sahen live im Fernsehen den Auftritt der 3 Tenöre bei der Fussball-WM in Italien 1990. Doch wie wurde aus dem Sohn eines Bäckers und einer Fabrikarbeiterin der erfolgreichste Tenor aller Zeiten? Was für ein Mensch war er - jenseits der Bühne? Und wie veränderte ihn der Erfolg? Er war und blieb ein einfacher, herzlicher Mann vom Land, urteilt Herbert Breslin, der Mann, der 35 Jahre lang als sein Manager die einzigartige Karriere des Sängers aus Modena steuerte. Und er fügt hinzu: Er war von überwältigender Herzlichkeit und Gastfreundschaft, aber er machte die Menschen um ihn herum zu Leibeigenen. Tatsächlich scheint Luciano Pavarotti stets vor dem Alleinsein geflüchtet zu sein. Er genoss das Bad in der Menge. Aber auch wenn der Vorhang gefallen war, brauchte er den Applaus des Publikums. Je erfolgreicher er war, umso grösser wurde seine Entourage, die ihn auf Tourneen begleitete. Ob nach China oder nach Australien,ob in die USA oder nach Europa, stets nahm er seine Grossfamilie mit, für die er gern zur Entspannung nach den Konzerten selbst kochte.
Dafür mussten in den Hotels jeweils eine eigene Küche eingerichtet werden, denn neben der Musik war das Essen seine grosse Leidenschaft. Die Liebe zur Musik, zur Pasta und zu den Frauen waren untrennbar mit dem italienischen Tenor verbunden, der nie ohne seinen blauen Koffer auf Reisen ging, in dem er verschiedene Balsamicoessige, Parmaschinken, Parmesan und italienische Salami transportierte.
Der Film blickt zurück auf die legendäre Vita des Genussmenschen: auf den märchenhaften Aufstieg aus dem armen Elternhaus, die Liebe seines Publikums, sein öffentlich diskutiertes Liebesleben, sein Kampf gegen das Übergewicht, seine Scheidung nach 36 Jahren Ehe und die Heirat seiner sehr viel jüngeren Geliebten und Sekretärin und schliesslich das tragische Ende. Am 6. September 2007 starb er, wie schon seine Eltern, an Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Ein ebenso schönes wie außergewöhnliches Portrait des großen Tenors.










